Honau


Honau

Das frühere Bauerndorf Honau, das vor allem durch seinen Spargelanbau bekannt ist, hat sich nach dem zweiten Weltkrieg zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt. Mit Hallenbad, Sauna, Mehrzweckhalle und zwei Sportplätzen sind ansprechende öffentliche Einrichtungen vorhanden.


Honau verdankt seine Gründung irischen Mönchen, die auf der Rheininsel "Hohe Au" unter Bischof Florentinus aus Straßburg (678-693) ein Kloster gründeten. Erster Abt war Benedikt, dem 725 Abt Durban folgte. Der Name Durban ist heute noch, vor allem in Freistett, stark verbreitet. aus dem Kloster entstand das urkundlich 1295 erstmals erwähnte Dorf Honau, das zum Bistum Straßburg gehörte. Es gelangte um 1414 in den Besitz der Lichtenberger.

Inmitten des evangelischen Hanauerlandes ist Honau heute katholisch geblieben. Nach 1526 wurde der evangelische Pfarrer Georg Wickelhauer vertrieben, und die Gemeinde kehrte zum katholischen Glauben zurück. 1632 drängte Straßburg auf die Wiedereinführung des lutherischen Bekenntnisses, jedoch zwang das Domkapitel die Gemeinde abermals zur Rückkehr und alle weiteren Versuche zur Einführung des evangelischen Bekenntnisses scheiterten.
 
Über das Schicksal des Dorfes während des 30jährigen Krieges fehlen Überlieferungen. Von heimatgeschichtlicher Bedeutung ist der Einfall der Franzosen über Honau 1775 unter Turenne. 121 Jahre später 1796 überquerte Moreau mit den französischen Truppen bei Diersheim und Honau den Rhein. Dabei kam es am "Scharfen Eck" in Honau zu erbitterlichen Kämpfen mit den Kaiserlichen.
 
Seit 28. Mai 1398 gehörte Honau zur Pfarrei Wanzenau, bis es 1730 eine eigene Pfarrei erhielt. 1778 zählte das Dorf 38 katholische Familien. Die Kirch im romanischen Baustil wurde 1848 erbaut. Ein wertvolles Altarbild, das um 1500 von einem unbekannten Meister geschaffen wurde, konnte erhalten werden und befindet sich an einem Seitenaltar.

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