20.10.2026

Comic-Workshop in der Stadtbibliothek Rheinau

Zeichnen ordnet das Chaos im Kopf sagt Autorin und Illustratorin Felicitas Horstschäfer
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Zeichnen ordnet das Chaos im Kopf sagt Autorin und Illustratorin Felicitas Horstschäfer

„Zeichnet übertrieben. Ihr habt ein Eis gegessen? Dann malt euch einfach in einem riesigen Eisbecher. Ihr seid die Chefin beziehungsweise der Chef eurer Geschichte! Ihr führt Regie!“ Diesen Tipp gab Felicitas Horstschäfer über vierzig Kindern einer Rheinauer Grundschule, um einen eigenen Comic zu zeichnen. Die Autorin und Illustratorin war von der Stadtbibliothek Rheinau eingeladen worden, um interessierten Schülern zu zeigen, dass jeder und jede zum Illustrator seines eigenen Lebens werden kann.

Zu Beginn erzählte Felicitas Horstschäfer, dass sie selbst jeden Tag ein Comic-Tagebuch führt. Immer und überall hat sie es dabei und hält Ereignisse aus ihrem Alltag fest.
Zusammen überlegten die Zuhörenden mit der Autorin, was denn der Vorteil von Zeichnen und einem Tagebuch wäre.
Die Illustratorin berichtete, dass Malen sie beruhige und das Chaos in ihrem Kopf ordnen könne. Das konnten die Kinder nur bestätigen. Auch wäre tägliches-Comic-Erstellen gut, um den Zeichenmuskel zu trainieren. Denn wie bei allen Muskeln und Erlerntem, bringt Üben und Wiederholungen den Vorteil, dass man etwas besser kann.
Und dann ging es auch an den praktischen Teil.
Felicitas Hortschläfer malte mit den Kindern Augen. Diese wurden schnell lebendig und vermittelten Mimik durch ganz einfache Hilfsmittel. “Einfach Striche als Augenbrauen verwenden!“ Sind diese dick und wie ein V gemalt, konnte jedes Kind schnell erkennen, dass da wohl jemand wütend ist. Zugegriffene Augen bekamen durch einen lachenden Mund oder einen mit den Mundwinkeln nach unten gleich zwei verschiedenen Bedeutungen. Es entstand ein glückliches und trauriges Gesicht.
Die Referentin zeigte so anschaulich, dass es unfassbar einfach ist, Gefühle abzubilden. Was vielleicht schwer verständlich als Erklärung wäre, zeige ein Bild auch ohne Worte.
Weitere Tipps und Tricks vermittelte die Autorin während ihrem interaktiven Vortrag, so das am Schluss die Kinder eine eigene Tagebuchseite von einem ihrer Erlebnisse anfertigen konnten.
Zum krönenden Abschluss durften die Zuhörenden der Autorin noch Fragen zu ihrem Beruf und dem Druckprozess ihrer Werke stellen.
Glücklich und zufrieden verließen die Zuhörenden, nach eineinhalb Stunden und einem gemeinsamen Foto mit der Illustratorin, die Bibliothek mit den Worten: „Wir sehen uns heute Mittag wieder, da komme ich dann aber wieder zum Medienausleihen.“