Netzwerktreffen in Rheinau stärkt die Zusammenarbeit zwischen Kehl, Rheinau und Willstätt
Wie können gesellschaftliche Herausforderungen frühzeitig erkannt und geeignete Präventionsmaßnahmen entwickelt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden beim jüngsten Netzwerktreffen der Kommunalen Kriminalprävention der Städte Kehl und Rheinau sowie der Gemeinde Willstätt. Das Treffen fand im Bürgersaal der Stadt Rheinau statt und bot Gelegenheit zum Austausch zwischen den beteiligten Institutionen und Akteuren.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, die Kommunen und soziale Einrichtungen zunehmend beschäftigen. So wurde unter anderem über die Zunahme psychischer Erkrankungen und von Obdachlosigkeit berichtet. Gleichzeitig stoßen die vorhandenen Unterstützungsangebote angesichts knapper werdender Ressourcen immer häufiger an ihre Grenzen.
Ein weiteres Thema war die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern, die dem Unterricht fernbleiben. Auch häusliche Gewalt, Jugendsozialarbeit und Möglichkeiten einer frühzeitigen Unterstützung junger Menschen wurden intensiv diskutiert. Ziel ist es, Problemlagen möglichst frühzeitig zu erkennen und gemeinsam passende Hilfs- und Präventionsangebote auf den Weg zu bringen.
Darüber hinaus nahm das Thema E-Scooter und die damit verbundenen Gefahren im Straßenverkehr breiten Raum ein. Besondere Aufmerksamkeit galt technisch manipulierten Fahrzeugen, die beispielsweise durch Veränderungen höhere Geschwindigkeiten erreichen können, sowie unzureichend beleuchteten und damit nicht verkehrstauglichen E-Scootern. Ebenso wurden gefährliche Fahrweisen thematisiert. Dazu zählen sogenannte Wheelies, also das Fahren auf nur einem Rad, sowie das Fahren mit hoher Geschwindigkeit auf Gehwegen und zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern. Hier wurde die Bedeutung von Verkehrssicherheit, Verantwortungsbewusstsein und gezielter Sensibilisierung hervorgehoben.
Der Austausch machte deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen in der kommunalen Präventionsarbeit sind. Zugleich wurde deutlich, dass eine wirksame Prävention nur durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Fachstellen, Institutionen und kommunaler Akteure gelingen kann. Eine enge Vernetzung, kurze Kommunikationswege und gegenseitige Unterstützung bilden dafür eine wichtige Grundlage.
Die Kommunale Kriminalprävention setzt deshalb weiterhin auf den regelmäßigen Austausch und die gemeinsame Entwicklung geeigneter Maßnahmen. Das Ziel ist, Risiken frühzeitig zu erkennen, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu erreichen und das Sicherheitsgefühl in den beteiligten Kommunen nachhaltig zu stärken.