Memprechtshofen


Memprechtshofen

Seit dem Inkrafttreten der Gemeindereform am 01. Januar 1973 grenzt Memprechtshofen im Norden von Rheinau an den Landkreis Rastatt. Ursprünglich war Memprechtshofen ein typisches Straßen- bzw. Reihendorf, dies änderte sich mit der Bebauung östlich des Dorfes nach dem zweiten Weltkrieg.
Bis Anfang der 1960-er Jahre war Memprechtshofen rein landwirtschaftlich strukturiert, heute stellt es den Charakter einer Wohngemeinde mit zentral gelegenen öffentlichen Einrichtungen dar.


Die urkundliche Ersterwähnung mit dem Ort Renichenloche (Renchenloch) stammt aus dem Jahre 1279, Memprechtshofen wurde unter der Bezeichnung Meimbrechtshouen 1342 in der Regentenzeit der Herren von Lichtenberg erstmals genannt. Die zwei früher bischöflich-straßburgische Lehensorte Renichenloche und Quergen, Ersterwähnung 23.04.1295 und 1390 Villa Querge genannt, bildeten 1453 mit Memprechtshofen eine Bauernschaft. Quergen existierte im Bereich des heutigen Panzergrabenehrenmals. 

Die Abtei Schwarzach besaß in Memprechtshofen einen Dinghof, der im Jahre 1544 mit dem Recht des Rückkaufes um 45 Gulden von Abt Johannes an den Schaffner zu Lichtenau, Hans Zoller, verkauft wurde. Memprechtshofen erlangte durch ein Organisations-Rescript vom 26. November 1809, veröffentlicht im Großherzoglich Badischen Regierungsblatt vom 16.12.1809, seine Selbständigkeit. Zuvor wurden die jeweiligen Schultheißen von Freistett als Ortsvorgesetzte anerkannt. Diese Selbständigkeit blieb bis zur Eingliederung nach Freistett 1971 erhalten.
 
In Kriegszeiten hatte Memprechtshofen durch die Lage an einer Heerstraße immer sehr zu leiden. So beispielsweise 1675 im holländischen Rachekrieg, bei der Einquartierung französischer Truppen am 20. April 1797 unter General Moreau und im zweiten Weltkrieg Ende 1944 bis im Frühjahr 1945, besonders bei dem Kampf um den Panzergraben am 14. April 1945. Obwohl im 18. Jahrhundert 32 Personen nach Polen, im 19. Jahrhundert 271 Leute in verschiedene Länder, davon 242 in die USA und im 20. Jahrhundert drei Personen nach Brasilien ausgewandert sind, entwickelte sich ein stetig wachsendes Dorf mit 350 Einwohner im Jahre 1790, 633 Einwohner 1877 bis zu 892 Einwohner im Dezember 2004.
 
Sehenswerte Fachwerkhäuser, eine Kirche mit Fachwerkturm, ein pulsierendes Gemeinschaftsleben mit erfolgreich wirkenden Vereinen prägen dieses lebenswerte Dorf,
dessen Attraktion der im Mai 2001 eröffnete Geschichts- und Naturlehrpfad darstellt.
Hier erfahren Sie auf zwei Teilstrecken wissenswerte Informationen zur Geschichte und der Natur in und um Memprechtshofen. Nähere Auskünfte hierzu erteilt die Ortsverwaltung.

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